Deutschland finanziert Nothilfeprojekt nach Überschwemmungen im Mekong-Delta
Die schwersten Überflutungen in den vergangenen zehn Jahren führten im Herbst 2011 im Mekong-Delta zu einer traurigen Bilanz: mehr als 100 Tote, erhebliche Ernteausfälle in mehreren Provinzen und stark erschwerter Zugang zu Trinkwasser.
Mit einem von der Bundesrepublik Deutschland finanzierten Projekt zur akuten Verbesserung der Lebensbedingungen in den von den Überschwemmungen betroffenen Provinzen An Giang und Dong Thap reagierten das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Zusammenarbeit mit dem Vietnamesischen Roten Kreuz (VNRC) im Dezember 2011 auf die Bedürfnisse der Bewohner des Mekong-Deltas. Mit Mitteln in Höhe von 400.000 Euro finanziert Deutschland künftig nicht nur Saatgüter, Düngemittel und Fischfang-Ausrüstung, sondern auch Baumaterialien für die zerstörten Häuser sowie Wasserfilter und Wassertanks für Schulen. Die geplanten Maßnahmen werden mehr als 7.000 betroffenen Familien und 4.400 Schülern dabei helfen, die Schäden der Überschwemmungen zu beheben.
Am 9. Januar 2012 wurde das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz von dem Präsidenten des VNRC, Dr. Tran Ngoc Tang, dem Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Claus Wunderlich, und dem Repräsentanten des DRK in Vietnam, Frank Küppers, vorgestellt. Anschließend übergab Botschafter Wunderlich in Form eines Schecks symbolisch die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereitgestellte Summe.